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T408: Kraftpaket für die Sikorsky CH-53K

Hochrangig besetzt war das 30. Internationale Hubschrauberforum in Bückeburg. Auf dem Branchentreffen präsentierten sich auch Herstellergrößen wie Boeing, Lockheed Martin/Sikorsky und Airbus. Die MTU zeigte, was im T408-Triebwerk für den schweren Transporthubschrauber Sikorsky CH-53K steckt.

08.2017

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Beim 30. Internationalen Hubschrauberforum in Bückeburg war die MTU mit einem eigenen Stand am Start. Fachvorträge und Ausstellung zogen auch Hersteller wie Boeing, Lockheed Martin/Sikorsky und Airbus auf das Forum. Highlight des eng gespickten Programms über neueste Entwicklungen und Zukunftstechnologien war das Thema „Der schwere Transporthubschrauber der Zukunft“.

Ein möglicher Nachfolger für die Sikorsky CH-53G, die seit 45 Jahren bei der Bundes­wehr zum Einsatz kommt: die Sikorsky CH-53K mit dem T408-Triebwerk von GE Aviation. Die MTU entwickelt und fertigt für diesen Antrieb die dreistufige Nutz­turbine, das Austritts­gehäuse und die Abtriebs­welle. Dem Fach­publikum zeigte sie auf ihrem Stand ein Original T408. „Im Vergleich zum Vorgänger T64 bietet das T408 eine eineinhalb­fache Leistungs­steigerung und einen um 18 Prozent reduzierten spe­zi­fischen Kraftstoff­verbrauch. Zudem besteht es aus weniger als der Hälfte an Teilen“, sagt Wolfgang Gärtner, Programmleiter für Hub­schrauber­trieb­werke bei der MTU.

Über ihre Erfahrungen mit dem Kraftpaket berichteten Col. Hank Vanderborght und Testpilot Lt.-Col. Jonathan Morel, beide vom U.S. Marine Corps, das ab 2018 insgesamt 200 schwere Transport­hub­schrauber CH-53K geliefert bekommt. Chef-Ingenieur Dr. Andreas Bernhard von Sikorsky erläuterte zudem seine Vision hinter dem CH-53K. Im Mittel­punkt jeder Gesprächs­runde: Sergei I. Sikorsky. Der 92-jährige Sohn des legendären Gründers der gleich­namigen Hub­schrau­ber­schmiede machte Luft­fahrt­geschichte erlebbar. Immer wieder wurde er von Teilnehmern, die ihm begeistert zuhörten, um ein Auto­gramm gebeten.

Experten vorm T408 Sergei I. Sikorsky (Mitte), Sohn des Gründers der gleichnamigen Hubschrauberfirma, mit Wolf Baenkler (links) und Torsten Stache, beide MTU Aero Engines.

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