Ein starker Antrieb für ein starkes Kampfflugzeug

Die MTU setzt beim Next European Fighter Engine auf einen variablen Kreisprozess, der den Verbrauch deutlich reduziert und die Missionsflexibilität erhöht.

01.2021 | Autorin: Isabel Henrich

Autorin:
Isabel Henrich ist studierte Politologin und Kommunikationswissenschaftlerin. Bei der MTU ist sie für die Organisation von Leitmessen und die Themenkoordination des AEROREPORTS zuständig.

Mehr Durchsetzungskraft, mehr Flexibilität, weniger Verbrauch: Die Anforderungen an das Kampflugzeug der nächsten Generation sind klar umrissen. Wenn 2040 der erste New Generation Fighter (NGF) im Rahmen des europäischen „Future Combat Air System“ (FCAS) abhebt, soll der NGF maximale Leistung in Extremsituationen erbringen können.

Ein starkes Kampflugzeug braucht einen starken Antrieb

MTU Aero Engines wird gemeinsam mit ihrem französischen Partner Safran Aircraft Engines und dem spanischen Partner ITP das Herzstück des neuen europäischen Kampfflugzeuges entwickeln: Das Next European Fighter Engine (NEFE). Die Anforderungen an das Kampflugzeug der nächsten Generation erfordern in der Triebwerkstechnologie innovative und fortschrittliche Werkzeuge, Verfahren und Werkstoffe. Mit neuen - und größtenteils selbst entwickelten - Fertigungsverfahren wie zum Beispiel Additive Fertigung und der Berücksichtigung von bionischem Design ermöglicht die MTU neue Bauweisen. Mit neuen Werkstoffen wie beispielsweise metallische Hochtemperatur Einkristall- oder Faserverbundwerkstoffen verringert sie das Gewicht und ermöglicht zudem höhere Triebwerkstemperaturen.

Und auch das Triebwerkskonzept an sich will die MTU entscheidend optimieren: Beim „Variable Cycle Engine“ (VCE) sorgt ein variabler Kreisprozess für erhöhte Missionsflexibilität, niedrigen Kraftstoffverbrauch und maximalen Schub.

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