Der letzte Schritt entscheidet
Für Tobias Kosch ist Entgraten mehr als nur Nacharbeit. „Wir sind der letzte Schritt im Fertigungsprozess“, sagt er. „Ohne uns geht gar nichts.“ Tatsächlich verlassen die Bauteile die Fertigung erst, wenn jede Kante den Vorgaben entspricht. Je nach Bauteil sind bestimmte Verrundungen gefordert, oft im Zehntelmillimeterbereich. Zu viel Materialabtrag ist dabei genauso kritisch wie zu wenig.
Denn jede Veränderung an einer Kante beeinflusst die Geometrie des Bauteils. „Zeichnung und technische Anforderungen geben uns exakt vor, welche Kante wie bearbeitet werden darf. Manche Stellen erfordern nur ein minimales Brechen der Kante, andere eine definierte Rundung. Entscheidend ist, dass die ursprüngliche Funktion des Bauteils erhalten bleibt – oder überhaupt erst ermöglicht wird“, betont Lahmek. Teilweise wird die Rundung mithilfe spezieller Abdrücke sichtbar gemacht und vermessen. Erst wenn Maße, Oberfläche und Übergänge exakt passen, wird das Bauteil für die Montage freigegeben.