Unterschiedliche Prüfverfahren für die Bauteile
Grundsätzlich durchläuft ein Bauteil die Prüfstelle zweimal – einmal zur Zwischen- und einmal zur Schlussprüfung. Nachdem die Scheiben eine Etage tiefer gedreht und gefräst wurden, bringt ein eigens dafür entwickeltes Transportsystem sie über einen Aufzug nach oben in die Prüfstelle. Der RFID-Chip an der Transportkiste zeigt an, um welches Bauteil es sich handelt. Über Kettenförderer und Förderbänder kommt jedes Bauteil automatisch in das Regalsystem. Bis zu 274 Turbinenscheiben können dort gleichzeitig gelagert werden.
Sobald das Bauteil im Regalsystem eingelagert ist, kann das Leitsystem der Prüfstelle die Kiste mit dem Bauteil für den Prüfvorgang anfordern, währenddessen bringt der Roboter automatisch die passende Vorrichtung. Innerhalb weniger Minuten rüstet ein Mitarbeiter das Bauteil auf. Bis zu vier Stunden dauert dagegen der Prüfvorgang an der Maschine, der in der Regel ohne menschliches Zutun auskommt. Danach entnimmt der Roboter das Bauteil wieder automatisch aus der Messmaschine, die sich dem nächsten Werkstück widmet. In einer separaten Zelle erfolgt die Kennzeichnung. Dort wird das Bauteil mit einem Maß versehen. Dieses hilft später in der Instandhaltung, Abweichungen zu erkennen. Auch hier führt der Roboter das Bauteil automatisch zu. Anschließend wird die Turbinenscheibe auf ein optisches Messgerät gebracht. Dort prüft ein kollaborativer Roboterarm mit einem 3D-Messsensor diverse Radien und Kanten.