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Geballte Expertise: Wie die MTU ihr globales MRO-Netzwerk stärkt
Jaap Beijer, Geschäftsführer der MTU Maintenance Hannover sowie Executive Vice President MRO Operations, spricht über ungebremstes Wachstum, ein effizientes MRO-Netzwerk und das Plus für Kunden.
Autorin: Nicole Geffert | 2 Min. Lesezeit veröffentlicht am: 16.03.2026
Autorin:
Nicole Geffert
arbeitet seit 1999 als freie Journalistin mit den Themen Forschung und Wissenschaft, Geld und Steuern, Ausbildung und Beruf.
Herr Beijer, die MTU wächst und die weltweiten MRO-Standorte wollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Worum geht es dabei?
Jaap Beijer: Wir erleben seit einiger Zeit ein sehr starkes, anhaltendes Wachstum im globalen MRO-Geschäft. Die Nachfrage nach Kapazitäten und Instandhaltungsdienstleistungen ist hoch. Allein im vergangenen Jahr hat die MTU neue Standorte aufgebaut oder bestehende deutlich erweitert – etwa die MTU Maintenance Fort Worth in Texas oder die MTU Maintenance Zhuhai mit dem zweiten Werk in Jinwan, China.
Mit dieser Dynamik steigen auch die Anforderungen an Steuerung, Koordination und Zusammenarbeit. Je größer und vielfältiger unser MRO-Netzwerk wird, desto wichtiger ist es, die operativen Aktivitäten über alle Standorte hinweg noch enger zu verzahnen. Deshalb verantworte ich seit diesem Jahr auch die operative Seite der MRO-Aktivitäten standortübergreifend. Unser Ziel ist es, das Wachstum gemeinsam, strukturiert und nachhaltig zu gestalten, um als Netzwerk noch effizienter und leistungsstärker zu werden.
„Unser Ziel ist es, die besten Lösungen aus dem Netzwerk zusammenzuführen und Best Practices standortübergreifend nutzbar zu machen.“
Geschäftsführer der MTU Maintenance Hannover sowie Executive Vice President MRO Operations
Wie setzt die MTU diese standortübergreifende Zusammenarbeit bereits konkret um?
Jaap Beijer: Nehmen wir als Beispiel die Einzelreparaturen, die für die MTU eine wichtige Umsatzsäule sind und weiter an Bedeutung gewinnen. Ziel ist es, die Auslastung weiterhin zu steigern, Kosten zu senken und uns frühzeitig auf den weiterhin wachsenden Reparaturbedarf vorzubereiten.
Darüber hinaus unterstützt ein interdisziplinäres MTU-Team die MRO-Standorte weltweit bei Neubauten, Umgestaltungen und Ramp-ups mit Fachwissen, Best Practices und einer engen Zusammenarbeit. Am MTU-Standort Fort Worth beispielsweise entsteht so in Kooperation mit dem Führungsteam vor Ort, das Expert:innen verschiedender Standorte vereint, ein Best-in-Class-Shop für LEAP- und GEnx-Triebwerke.
Wie profitieren MTU-Kunden von einer stärkeren Vernetzung der MRO-Standorte?
Jaap Beijer: Unser Ziel ist es, die besten Lösungen aus dem Netzwerk zusammenzuführen und Best Practices standortübergreifend nutzbar zu machen. Dabei steht das Triebwerk immer im Fokus. Unsere Kunden erwarten Performance, verlässliche Durchlaufzeiten und hohe Qualität. Wir gehen weiterhin auf die spezifischen Wünsche der Kunden ein und nutzen dabei die Stärken der einzelnen Standorte.
Ein Beispiel ist die MTU Maintenance Zhuhai: Dort wurde das LEAP-Triebwerk zuerst im MTU-Netzwerk eingeführt. Die gesammelten Erfahrungen kommen nun weiteren MTU-Standorten beim Ramp-up zugute. Genau so verstehen wir „Best in Class“.