Extrem lange und dünne Strecken
„Wir wollten die Boeing 787-9, die perfekt zu unseren extrem langen Strecken mit mittelgroßem Passagieraufkommen passt“, sagt Managing Director Mathieu Bechonnet. Und trotz erheblichen politischen Drucks, als französische Fluglinie bei Airbus die A350 oder die A330neo zu kaufen, setzte sich die Insel-Airline am Ende damit durch. Interessant ist, dass fast alle anderen nach Tahiti fliegenden Carrier – LATAM, Air New Zealand und United Airlines – ebenfalls die 787 einsetzen, eben das perfekte Flugzeug für solche weiten, „dünnen“ Strecken. Air France kommt mit der Boeing 777-300ER, der Billigflieger French Bee neuerdings mit der A350.
Air Tahiti Nuis Streckennetz umfasst nur eine Handvoll Ziele – Flüge von ihrer Heimatbasis Papeete auf Tahiti nach Tokio, Auckland, Los Angeles und Paris. In ihrem Wachstum hängt die Gesellschaft unmittelbar am Tourismus. „Wir haben keine Umsteiger oder Passagiere der Sechsten Freiheit, das heißt Fluggäste, die wir mit einer Zwischenlandung in unserem Heimatland von einem fremden Land ins andere transportieren. Wir sind völlig von der Destination und von der Zahl der verfügbaren Hotelzimmer abhängig. Die ist durch Hotelschließungen zuletzt deutlich gesunken, das macht es uns schwer zu expandieren“, sagt Christopher Korenke. Der Deutsche ist kommerzieller Chef der Südsee-Airline. Wichtig sei vor allem, sicherzustellen, dass jederzeit ausreichende Kapazitäten nach Tahiti bereitstehen, weil die Anzahl anderer Airlines, die die Insel bedienen, sehr schwankt.