Die Zusammenarbeit zwischen der MTU und GE Aviation beim Hubschrauber Sikorsky CH-53 reicht zurück bis in die Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Am 26. Juli 1972 wurde der erste von insgesamt 112 Hubschraubern an die Bundeswehr übergeben. CH-53G hieß die exklusiv für den deutschen Markt entwickelte Variante, die ausschließlich von deutschen Unternehmen in Lizenz gefertigt wurde. Die MTU ist seither für die Produktion und Instandhaltung des Antriebs der deutschen CH-53 zuständig: das T64. Über die Jahre wurde zusammen mit den Ingenieuren der MTU der Antrieb der deutschen Flotte optimiert, sodass der Helikopter schlussendlich in Deutschland mit einer Weiterentwicklung des T64, modifiziert durch die MTU, fliegt.
Als bei den Marines eine grundlegende Weiterentwicklung des Sikorsky CH-53 beschlossen wurde, die auch ein völlig neues Triebwerk vorsah, holte GE Aviation im Jahr 2008 die MTU auch aufgrund der guten Zusammenarbeit in den Jahren zuvor als Entwicklungspartner mit an Bord. Zum ersten Mal ging die MTU dabei mit GE eine Risk-Sharing Partnership (RSP) im militärischen Bereich ein.
Obwohl es sich bei der CH-53K „King Stallion“ um eine völlige Neuentwicklung handelt, sieht sie optisch fast genauso aus wie ihre Vorgänger und hat auch dieselben Maße. Dies sei dem Umstand geschuldet, dass die Amerikaner den Hubschrauber weiterhin auf ihren Trägern einsetzen wollten - ohne diese großartig umbauen zu müssen, erklärt Baenkler.