In absehbarer Zukunft könnte ein „neues“ Löschflugzeug in Form einer Modifikation des Airbus A400M folgen. Im Frühsommer 2025 schloss Airbus seine zweite Flugtestkampagne mit einem Feuerlöschkit erfolgreich ab. Die Versuchsreihe umfasste mehrere Abwürfe von rot gefärbtem Löschwasser über einem „Becher Gitter“ auf dem Gelände des Flughafens Nîmes-Garons in Frankreich. Diese Markierungen dienen dazu, die Verteilung und Konzentration des Löschmittels am Boden exakt bewerten zu können. Bei den Überflügen ergossen sich bis zu 400 Meter lange Löschmittelschneisen aus der Heckrampe.
Bei den Feuerlöschkits handelt es sich um sogenannte Roll-on/Roll-off (Ro-Ro)-Kits in Form von installierten Tanks im Frachtraum. Laut Airbus kann mit ihnen jede A400M „innerhalb kürzester Zeit“ für Löschmissionen umgerüstet werden. Selbst mit Standardpumpen sollen die Tanks binnen zehn Minuten mit bis zu 20 Tonnen Wasser oder Löschmittel befüllbar sein. Das ist über dreimal so viel, wie der Löschmitteltank der Canadair CL-415 fasst. Eine Befüllung aus dem Meer oder aus Seen ist laut dem A400M-Löschkonzept nicht vorgesehen. Jo Müller, Leiter für nachhaltige Entwicklung und Kommunikation bei Airbus Defence and Space, sagt: „Die außergewöhnliche Vielseitigkeit der A400M in Verbindung mit den schnellen Einsatzmöglichkeiten dieses Rüstsatzes ist ein entscheidender Vorteil, um bestehende Technologien und Plattformen am Boden, in der Luft und im Weltraum zu ergänzen.“