Herr Kleine Sextro, was war im Voraus nötig, um den Einsatz von SAF bei den Prüfständen zu ermöglichen?
Wir haben im Vorfeld Verhandlungen mit verschiedenen Kraftstofflieferanten geführt, um die technischen Spezifikationen und die Verfügbarkeit von SAF zu klären. Aus technischer Sicht erfüllen die eingesetzten SAF alle Anforderungen der Spezifikation von klassischem Kerosin und können so problemlos an unseren Prüfständen eingesetzt werden. Außerdem haben wir die internen Voraussetzungen geschaffen, um den Standort „SAF-ready“ zu machen und den Kraftstoff zu verwenden.
Als erster Instandhalter, der solche Abnahmeläufe durchgeführt hat, setzt die MTU damit auch Maßstäbe.
Absolut. Unsere Kunden haben ein großes Interesse daran, einen Beitrag zur Reduktion der Klimawirkung zu leisten. Wir freuen uns sehr darüber, sie dabei unterstützen zu können, indem wir SAF innerhalb der Abnahmeläufe einsetzen. Wir konnten dabei rund 0,6 Tonnen CO2 einsparen wodurch wir den CO2-Fußabdruck deutlich verkleinern. Wir haben die SAF-Beimischung für die Abnahmeläufe aktuell mit 10 Prozent begonnen. Zukünftig können wir sie auf bis zu 50 Prozent anheben, dies ist die derzeit zulässige Höchstgrenze.