Wozu braucht man Forschungsflugzeuge, wenn man die Emissionen der Luftfahrt verringern will?
Die Luftfahrt soll sauberer werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Ingenieur:innen wissen, welche und wie viele Schadstoffe beim Fliegen in die Atmosphäre gelangen und auch, inwieweit neue Treibstoffe oder Antriebstechniken die Emissionen verringern.
Mit Forschungsflugzeugen lässt sich herausfinden, welche Substanzen das Triebwerk eines Flugzeugs während des Fluges freisetzt. So wird bei In-Flight-Emissionsstudien unter anderem gemessen, wann wie viel Wasser, Treibhausgase, Feinstaub oder Ruß ausgestoßen werden, oder ob sich Kondensstreifen bilden.
Wie sehen solche Forschungsflugzeuge aus?
Forschungsflugzeuge sind fliegende Labore. Ausgerüstet mit einer umfangreichen Sensorik und Analytik können sie während des Fluges unter anderem Temperatur, Wind, Luftqualität, Schadstoffe und Wolkendichte bestimmen. Die meisten Forschungsflugzeuge sind umgebaute Verkehrs- oder Geschäftsreiseflugzeuge, in deren Kabinen Platz geschaffen wurde für Messgeräte und Computer. Je nach Ausstattung können sie für verschiedene wissenschaftliche Missionen eingesetzt werden – von der Klimaforschung bis zur Erdbeobachtung. Nur ganz wenige Forschungsflugzeuge wie die McDonnell Douglas DC-8 der NASA und die Falcon 20-E5 des DLR sind geeignet, In-Flight-Emissionsmessungen bei Verkehrsflugzeugen durchzuführen.