Die Kopf- und Handarbeit kann keine Software ersetzen
Trotz aller heute üblicher Computerhilfe gibt es für diese Bodenkoordination bisher keine Software. „Das ist unsere menschliche Koordinierungsleistung, vieles erkenne ich schon durch meinen Blick von oben und kann absehen und einplanen, was als Nächstes geschieht. Das könnte keine Software“, sagt Lüth. „Es gibt schon Programme, die für einen etwas effizienteren Ablauf sorgen, aber für die Verkehrsführung sind letztlich wir zuständig. Unsere Tätigkeit ist Kopf- und Handarbeit.“
Weil sich regelmäßig verschiedene Situationen, die auf unterschiedlichen Ebenen gelöst werden müssen, gleichzeitig zusammenballen, ist der Job in der Vorfeldkontrolle ein durchaus stressiger Beruf. „Genau dieser Stress macht mir ja Spaß“, sagt Natalie Lüth, und das schon seit drei Jahrzehnten. „Mich reizt, dass ich manchmal meinen Konzentrationsmodus auf Turbo stellen muss. Das ist eine Herausforderung, meiner Arbeit gewachsen zu sein, und so lange ich das kann, habe ich auch Freude an meinem Job.“