Wie kommt der Sprit in das Flugzeug?
Fast jeder hat es schon mal beobachtet: Flugzeuge werden von Treibstoffwagen betankt. Diese befördern in den Flugpausen das Kerosin in die Tankbehälter an den Tragflächen. Nur wenige aber wissen, dass es sich bei den meisten dieser „Tankfahrzeuge“ lediglich um Pumpwagen handelt. Diese führen selbst keinen Treibstoff mit sich, sondern fungieren als Bindeglied zwischen Flieger und Tanklager. Mit hohem Druck pumpen die Wagen aus im Boden eingelassenen „Steckdosen“ Kerosin und verteilen es in das Flugzeug – mit erheblich weniger Druck, damit das Flugzeug nicht beschädigt wird. Solche Pumpwagen verfügen außerdem über verschiedene Filtersysteme, durch die das Kerosin fließt. Unerwünschte Partikel werden so frühzeitig entfernt.
Während des Tankens wird immer wieder überprüft, ob das Kerosin auch gleichmäßig in den Flugzeugtanks verteilt wird, damit das Flugzeug keine Schlagseite bekommt. Ein Tankcomputer überwacht und regelt die Verteilung des Kerosins. Ein Flugzeugtankwart hält zudem eine Fernbedienung in der Hand, über die die Betankung jederzeit gestoppt werden kann.
Überall dort wo es keine Kerosinpipelines mit „Steckdosen“ gibt, kommt ein sogenannter Flugfeld-Tankwagen zum Einsatz, der schon mal bis zu 35.000 Liter Kerosin fassen kann.