Ihren ersten zivilen HDV entwickelte und baute die MTU für das PW6000, den A318-Antrieb. Aktuelles Aushängeschild ist der HDV für den ökoeffizienten Getriebefan (GTF), den die MTU gemeinsam mit Pratt & Whitney entwickelt hat. Diese Erfolgsstory geht weiter: In der neuesten GTF-Variante, dem GTF Advantage™, kommt ein nochmals verbesserter HDV zum Einsatz.
Mit der Beteiligung der MTU am neuen europäischen Kampfflugzeug, dem Next Generation Fighter (NGF), setzt sich auch die militärische Verdichtertradition fort: Für diesen Jet-Antrieb entwickelt und fertigt die MTU das gesamte Verdichtungssystem bestehend aus Niederdruckverdichter, Übergangskanal und HDV.
Was zeichnet den Hochdruckverdichter im Getriebefan aus?
Der achtstufige, transsonische HDV des GTF hat ein Druckverhältnis von 15:1 und wurde mit Hilfe modernster Auslegungsmethoden optimiert: Er zeichnet sich durch ein äußerst robustes Betriebsverhalten bei hervorragendem Wirkungsgrad aus. Von der MTU kommen die vorderen vier, von Pratt & Whitney die hinteren vier Stufen.
Der GTF-HDV ist in Blisk-Bauweise ausgelegt – erstmals auch in den hinteren Stufen. Dafür fertigt die MTU Nickel-Blisks im Auftrag von Pratt & Whitney mittels des Verfahrens PECM (Precision Electro-Chemical Machining). Weitere HDV-Highlights sind neue Bauweisen, etwa das Casing-Treatment, ein neues Rotorkonzept als Spannverband mit einem Zuganker, der axial ungeteilte Innenring, neue Werkstoffe sowie die neuartige Erosionsschutzschicht ERCoatnt®, eine innovative Multilayerschicht für Schaufeln. Im GTF-Verdichterbereich sind zudem zwei Bürstendichtungen verbaut. Diese innovativen MTU-Dichtungselemente ersetzen herkömmliche Labyrinthdichtungen und reduzieren den verbleibenden Leckagestrom deutlich.