Alle sechs Monate überprüfen deshalb die Triebwerksexpert:innen der MTU jede Komponente und teilen diese in Risikoklassen ein: Je höher die Risikoklasse, desto näher rückt das Ende der Lebensdauer und damit auch das der Verfügbarkeit. So sollen Probleme möglichst früh erkannt werden, um eventuell schon vorsorglich Ersatzkomponenten zu identifizieren, bevor diese nicht mehr beschaffbar sind. Die Aufgabe ist nicht ganz ohne, schließlich besteht die DECMU aus bis zu 20.000 elektronischen Bauteilen.
Die neue DECMU bekommt nun ein komplett neues Innenleben, das zudem auch mehr Rechenleistung, Speicher und verbesserte Schnittstellen aufweist. Damit lassen sich in Zukunft auch weitere Instandhaltungsfunktionen in die Software einbauen. „Hier wird es Verbesserungen geben, die helfen können, die Instandhaltungskosten des Triebwerks noch weiter zu reduzieren“, sagt Stephan Lang, DECMU-Chefingenieur bei der MTU. Trotzdem bleibt die DECMU-NG voll rückwärtskompatibel. Das bedeutet: In einem Eurofighter sollen künftig sowohl Triebwerke mit alter, als auch Triebwerke mit neuer Regelung gleichzeitig verbaut werden können. Erste Tests der neuen Variante in einem EJ200 sind für kommendes Jahr auf dem Prüfstand der MTU vorgesehen.