Die Präsenz der Fliegerei in unserer alltäglichen Sprache ist erstaunlich. „Schweben und fliegen haben sich sehr früh in sprichwörtlichen Redensarten niedergeschlagen“, erklärt Rolf-Bernhard Essig, Kurator der Ausstellung „Bombenwetter“, die sich diesem Phänomen widmet und bis zum 31. Oktober 2021 erstmals im Militärhistorischen Museum auf dem alten Flugplatz Gatow in Berlin zu sehen war. Essig zählt klassische Beispiele auf: Ambitionierte, aber unrealistische Ideen sind als hochfliegende Pläne bekannt, wer davon allerdings zu viele hegt, bekommt die Flügel gestutzt. In vielen Kulturen kennt man den Grundsatz: Wer hoch steigt, wird tief fallen. Die Zeit selbst vergeht schließlich im besten Fall wie im Fluge. Solche luftigen Anspielungen sind heute eher Allgemeinplätze, und der Kurator behauptet sogar, dass jeder von uns etwa hundert Mal am Tag buchstäblich geflügelte Worte oder Redensarten solcher und anderer Art zum Besten gibt. Viele Begriffe haben ganz konkrete Ursprünge in der Fliegerei, oft des Ersten und Zweiten Weltkriegs, manche entstanden aber auch erst in den letzten Jahrzehnten. Einige ausgewählte Beispiele stellt der AEROREPORT hier vor.