Ansaugen:
Die Luft wird durch die vordere Öffnung des Triebwerks – den Einlass – angesaugt. Bei hohen Geschwindigkeiten, insbesondere im Überschallflug, spielt das Design des Einlasses eine kritische Rolle, da er so konstruiert sein muss, dass er den Luftstrom effizient zum Verdichter leitet und dabei Schockwellen und Luftwiderstand minimiert.
Verdichten:
Nachdem die Luft angesaugt wurde, fließt sie zunächst durch den Niederdruckverdichter, dann durch den Hochdruckverdichter. Mit jeder Stufe wird die Luft weiter komprimiert, wodurch ihr Druck und ihre Temperatur steigen. Diese Verdichtung ist essenziell, um die Effizienz der nachfolgenden Verbrennung zu maximieren und somit einen höheren Schub zu erzeugen.
Verbrennen:
Nach der Verdichtung strömt die Luft in die Brennkammer. Dort sorgen Kraftstoff-Einspritzdüsen für die Bildung eines Brennstoff-Luft-Gemisches, welches dann bei einer Temperatur von über 2.000 Grad Celsius verbrennt. Durch die Erhitzung dehnt sich das Gas auf ein vielfaches Volumen aus und entweicht mit hoher Energie aus der Brennkammer, wo es für den Antrieb der Turbinen sorgt, die auch die Verdichter antreiben.
Ausstoßen (mit Nachbrenner):
Nachdem die Gase die Turbine durchströmt haben, treten sie in den Nachbrenner ein. Dort wird zusätzlicher Kraftstoff direkt in den heißen Abgasstrom eingespritzt und entzündet. Diese weitere Verbrennung erhöht die Temperatur und damit die Austrittsgeschwindigkeit deutlich. Da die Gase nun mit noch höherer Geschwindigkeit ausgestoßen werden, erzeugt dies einen erheblich verstärkten Schub.