Das Start-up JetZero aus Long Beach in Kalifornien hat derzeit das konkreteste Projekt eines BWB in der Designphase: Die US Air Force investierte 235 Millionen US-Dollar in den sogenannten Pathfinder, der von der Größenordnung her zwischen dem Airbus A321 und der Boeing 767 angesiedelt ist. In ihm könnten maximal 250 Passagiere in Reihen mit bis zu 15 Sitzen Platz finden. Die Luftwaffe plant, es als Fracht- oder Tankflugzeug zu nutzen. Mit Alaska Airlines hat die erste Fluggesellschaft bei JetZero investiert, auch easyJet ist mittlerweile Partner – beide angelockt durch die angestrebten 50 Prozent Treibstoffersparnis. 2027 soll ein Modell im Maßstab 1:8 zu Testflügen aufsteigen. 2030 soll dann schon das Original starten.
2020 hat Airbus mit ZeroE ein Programm vorgestellt, das ein emissionsfreies Flugzeug hervorbringen soll, zumindest zu Testzwecken. Der Entwurf eines BWB ist die am häufigsten gezeigte von drei möglichen Varianten. Abheben soll dieses Flugzeug laut Airbus aber nicht. Bereits 2019 hatte Airbus Flugtests mit einem BWB-Modell von 3,20 Meter Spannweite und dem Projektnamen Maveric durchgeführt.
Dieser v-förmige Nurflügler entstand im Zuge einer von Airbus geförderten Promotion an der Universität Delft in den Niederlanden und wird seit 2020 offiziell von KLM unterstützt. Von der Größe her entspricht das fliegende V etwa einem Airbus A350-900 und soll bei 65 Metern Spannweite und 55 Metern Länge bis zu 314 Passagiere befördern. 2020 gab es Flüge eines maßstabsgerechten Modells – danach ist es um das Konzept still geworden.
Seit 2022 experimentiert Bombardier, einer der größten Anbieter von Business Jets, unter dem Namen EcoJet an einem BWB-Konzept für Geschäftsreiseflugzeuge. Für Testflüge mit Miniatur-Jet-Triebwerken wird ein auf 15 Prozent der Originalgröße verkleinertes Modell genutzt, das eine Spannweite von 5,50 Meter hat. Seit Herbst 2023 läuft die zweite Testphase und soll noch einige Jahre dauern. Ziel ist auch hier eine 50-Pozent-Einsparung beim Verbrauch.