24/7 am Triebwerk
Das ETM und seine vollautomatische Alarmierung im Falle von Abweichungen sind sieben Tage in der Woche rund um die Uhr aktiv. Schwarz: „Bei vielen Triebwerken und Flugzeugen neuerer Bauart kann die Auswertung der Daten noch während des Fluges beginnen. Trendanalysen lassen sich rund um die Uhr und nahezu in Echtzeit online abrufen. Die Auswertung übernehmen dann Spezialisten an den MTU-Standorten Hannover, Zhuhai und Vancouver.“
Seit 2006 ist das von MTU-Experten selbst entwickelte und flexible System im Einsatz und wird seitdem kontinuierlich erweitert und optimiert. Und die Kunden profitieren künftig von weiteren Innovationen.
Mobil und übersichtlich
„Wir bereiten zur Zeit einen Plattformwechsel und den Einsatz einer neuen Software vor, damit die Daten nicht nur am PC, sondern künftig auch auf dem Tablet und mit einer Smartphone-App verfolgt werden können“, sagt Christian Preuss, zuständig für Testsysteme und Bodendienstgeräte bei der MTU Aero Engines. Die Programmierung übernehmen die IT-Spezialisten in München und Rzeszów. Die neue Oberfläche wird moderner, aufgeräumter und übersichtlicher sein – ein sichtbarer Mehrwert für den Kunden.
Zudem steht eine weitere Optimierung an. „Mit dem aktuellen System lässt sich der Effizienzverlust des gesamten Triebwerks feststellen. Wir entwickeln ETM dahingehend weiter, dass es künftig anzeigt, welche Module des Triebwerks zum registrierten Effizienzverlust beitragen“, sagt Jürgen Mathes vom MRO Performance Support der MTU Aero Engines. „Die Analyse auf modularer Ebene hat den Vorteil, dass die Instandsetzung noch gezielter geplant werden kann, weil unsere Maintenance-Spezialisten dann wissen, auf welche Komponenten sie sich während des Shop Visits konzentrieren müssen.“