Jeder Triebwerkseigner hat andere Anforderungen
Wie viel ein Flugzeughalter bereit ist auszugeben, hängt von vielen Faktoren ab: Da sind einmal die äußeren Zwänge, wie die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Instandhaltungsintervalle, die eingehalten werden müssen. Wichtig ist aber auch, wie alt die Triebwerke sind, und ob die Maschinen Eigentum der Airline sind und langfristig auch bleiben sollen, oder ob sie geleast sind. Bei eigenen Flugzeugen kann die Airline selbst den Zeithorizont des Flugbetriebs bestimmen. Leasingfirmen, die daran interessiert sind, den Wert der Maschinen zu erhalten, fordern unter Umständen bestimmte Wartungsarbeiten und engere Instandsetzungsintervalle. Fazit: Der Markt ist riesig, aber jeder Kunde ist anders.
Und auch bei den Anbietern von MRO-Services gibt es große Unterschiede: Da sind einmal die Original Equipment Manufacturers (OEMs) – etwa GE Aviation, Rolls-Royce, Pratt & Whitney. Die Originalteile, die sie bieten, sind teuer, erhöhen jedoch den Werterhalt. Für einen Halter, der sein Flugzeug nach zehn bis 15 Jahren noch weiterverkaufen will, ist das ein wichtiges Kriterium. Umfassende Serviceleistungen bieten aber auch die unabhängigen Anbieter wie die MTU Maintenance, die Originalteile einbauen können, aber nicht müssen. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten: Alle MRO-Anbieter entwickeln ständig neue Technologien, mit denen sich Instandsetzungsarbeiten optimieren und – wenn sie schon nicht vermeidbar sind – möglichst schnell durchführen lassen.