Im Flexiblen Fertigungssystem läuft die Fertigung von Bauteilen vollautomatisch ab – von der Werkzeugvorbereitung über die Bauteilbearbeitung bis hin zur Einlagerung der fertigen Bauteile. Bis zu 66 Stunden kann das System dabei ohne menschliches Zutun arbeiten. Und so funktioniert’s:
1. Werkzeugvorbereitung:
In der Voreinstellzelle erfolgt die Vorbereitung der Werkzeuge. Der Rüstprozess lässt sich auf rund 15 Minuten verkürzen. Eine Werkzeugtrageeinheit ist dabei im Einsatz, während die andere vorbereitet wird.
2. Befüllung der (Rohteile in) Körbe:
Der Mitarbeiter befüllt die Drahtgitterkörbe mit den Rohteilen. Diese werden in ein Hochregal eingeführt und wandern von dort in die Maschine.
3. Vorrichtung auf Spannstation:
Innerhalb der Roboterzelle erfolgt die Vorrichtung auf die Spannstation. Aus den bereitgestellten Werkzeugen und Spannvorrichtungen greift sich der Roboter das benötigte Equipment.
4. Einspannung des Bauteils:
Die Einspannung des Bauteils erfolgt ebenfalls automatisiert, das zu bearbeitende Bauteil wird durch den Roboter gegriffen und in die Spannstation eingeführt. Der Spannprozess und die -vorrichtung sind eigens hierfür entwickeltes MTU-Know-how.
5. Überführung in Bearbeitungsraum:
Das zu bearbeitende Bauteil wird daraufhin im Nullpunktspannsystem in den Bearbeitungsraum der Maschine geführt.
6. Werkzeugtransport in Kettenmagazin:
Das Werkzeugportal transportiert die benötigten Bearbeitungswerkzeuge ins Kettenmagazin des Bearbeitungsraumes.
7. Werkzeugtransport in Bearbeitungsraum:
Anschließend erfolgt der Werkzeugtransport aus dem Kettenmagazin in den Bearbeitungsraum.
8. Bauteilbearbeitung:
Innerhalb der Maschine wird nun die exakte Position des Rohteils bestimmt, das Bauteil exakt eingemessen. Danach erfolgt die eigentliche Bauteilbearbeitung, in diesem Fall das Schleifen. Die Werkzeugmaschinenprogrammierung, das NC-Programm, stammt ebenfalls von der MTU selbst.
9. Bauteileinlagerung im Hochregal:
Danach wird das fertig bearbeitete Bauteil in ein Hochregal transportiert – von hier wird es dann für die (manuelle) Weiterverarbeitung eingelagert. Mittelfristig soll auch die Weiterverar-beitung automatisiert erfolgen.