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Messesplitter von der Paris Air Show

Emissionsarm und nachhaltig: Auf dem wichtigsten Luftfahrt-Branchentreffen des Jahres dominierten Konzepte für das Fliegen der Zukunft die Gespräche

07.2019 | Autorin: Eleonore Fähling

Autorin:
Eleonore Fähling gehört seit 2014 zum Redaktionsteam des AEROREPORT und ist seit 1999 verantwortlich für die MTU-Mitarbeiterzeitung. Zu ihren luftfahrtjournalistischen Schwerpunkten gehören Luftfahrtgeschichte und Branchenthemen.

Kopf
23 Unterzeichner hatte die Absichtserklärung für das Nachfolgeprogramm von Clean Sky 2. Fahren Sie über das Bild für eine größere Ansicht

23 Unterzeichner hatte die Absichtserklärung für das Nachfolgeprogramm von Clean Sky 2.

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23 Unterzeichner hatte die Absichtserklärung für das Nachfolgeprogramm von Clean Sky 2.

Mit dem Dreamliner zu Traumstränden: Südsee-Flair brachte die 787-9 mit GEnx-Triebwerken von Air Tahiti nach Paris. Fahren Sie über das Bild für eine größere Ansicht

Mit dem Dreamliner zu Traumstränden: Südsee-Flair brachte die 787-9 mit GEnx-Triebwerken von Air Tahiti nach Paris.

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Mit dem Dreamliner zu Traumstränden: Südsee-Flair brachte die 787-9 mit GEnx-Triebwerken von Air Tahiti nach Paris.

Die Embraer E195-E2 „Profit Hunter“ kam diesmal als „Tech Lion“. Fahren Sie über das Bild für eine größere Ansicht

Die Embraer E195-E2 „Profit Hunter“ kam diesmal als „Tech Lion“.

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Die Embraer E195-E2 „Profit Hunter“ kam diesmal als „Tech Lion“.

Neuer Name für den Regional Jet von Mitsubishi: Als SpaceJet M90 wird die größere Variante künftig angeboten. Fahren Sie über das Bild für eine größere Ansicht

Neuer Name für den Regional Jet von Mitsubishi: Als SpaceJet M90 wird die größere Variante künftig angeboten.

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Neuer Name für den Regional Jet von Mitsubishi: Als SpaceJet M90 wird die größere Variante künftig angeboten.

Blau war die dominierende Farbe der Paris Air Show 2019: das Dunkelblau der Anzüge, Kostüme oder Uniformen der Besucher, das Blau des Himmels, der sich an den meisten Tagen wolkenlos über dem Flugfeld nordöstlich von Paris spannte, und das Blau vieler Flugzeuglackierungen, etwa der 787‑9 von Air Tahiti Nui, die Südseeflair auf das Messegelände brachte. Weiß leuchteten die Grundlackierung der meisten Flugzeuge und die Außenwände vieler Zelte und Chalets. Einen roten Akzent, um die drei Farben der Trikolore zu vervollständigen, setzte vor allem die neu lackierte SpaceJet M90 von Mitsubishi, die in Paris ihr Debüt mit neuem Namen gab.

Ziel Decarbonisierung

Mit ihren treibstoffsparenden, emissionsärmeren und leisen Getriebefan-Triebwerken ist die M90 ebenso auf der Höhe der Zeit wie die Embraer E195‑E2 „Profit Hunter“, die wieder mit einer neuen Lackierung überraschte, diesmal als „Tech Lion“. Doch um das Flightpath-Ziel der CO₂‑Halbierung bis 2050 zu erreichen, das sich die Luftfahrtbranche selbst gesteckt hat, müssen Industrie und Forschung jetzt technologische Lösungen entwickeln, darin sind sich alle einig – und das sorgte auch für den meisten Gesprächsstoff auf der Messe und in den Medien.

„Decarbonisierung“ ist das neue Stichwort für nachhaltiges Fliegen, dem sich auch 23 Vertreter von Unternehmen und Institutionen aus ganz Europa verschrieben haben, darunter die MTU Aero Engines. Sie unterzeichneten in Paris eine Absichtserklärung für das Nachfolgeprogramm von Clean Sky 2, das heute im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon 2020 läuft. „Horizon Europe“ heißt das Anschluss-Förderprogramm der Europäischen Kommission für Forschung und Innovation – Laufzeit voraussichtlich bis 2028. Ein wichtiger Bestandteil soll wieder die Luftfahrt sein.

Slideshow

Messeimpressionen

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Blick auf den Ausstellungsbereich des MTU-Stands – mit dem interaktiven Technologie-Exponat.

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Ein Modell des Silent Air Taxi, an dem sich die MTU beteiligen will.

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Ein Blick auf das Static Display der Paris Air Show 2019.

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Der Stand der MTU Aero Engines aus der Luft.

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Immer wieder ein Highlight der Flugshow: die Patrouille de France in den Farben der Trikolore.

Weit in die Zukunft denken

Ein Highlight des MTU-Messeauftritts war ein interaktives Exponat mit Konzepten für evolutionäre und revolutionäre Antriebsverbesserungen bis 2050. „Es ist sehr erfrischend, ein Unternehmen zu sehen, das so weit in die Zukunft denkt“, kommentierte Sash Tusa, Luftfahrtanalyst bei Agency Partners LLP. Eine der Zukunftsideen ist das hybrid-elektrisch betriebene Silent Air Taxi für bis zu vier Passagiere der e.SAT GmbH, einer Gründung der RWTH Aachen. Ab 2024 soll das Lufttaxi den Verkehr in Ballungsräumen entlasten. „Wir sehen darin ein überzeugendes Konzept, das sehr hohe Realisierungschancen hat“, sagte MTU-Technik-Vorstand Lars Wagner. „Es passt ideal in unsere Technologie-Initiative zu alternativen Antrieben, deshalb beteiligen wir uns mit unserer Expertise und finanziell an der Gesellschaft.“

… und doch noch Bestellungen

Das Konkurrieren um die besseren Bestellzahlen vor allem zwischen Airbus und Boeing gehörte dennoch auch zur Paris Air Show 2019. Während Airbus in der Summe mehr Orders verbuchen konnte, flog Boeing mit dem größten Einzelauftrag nach Hause: IAG unterzeichnete einen Letter of Intent für 200 737‑8 und setzte damit ein Zeichen des Vertrauens.

Die MTU profitierte von den Flugzeugbestellungen vor allem durch ihre Beteiligung an den Getriebefan-Triebwerken für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge. In welcher Höhe sie auch an den 231 Orders für die Langstreckenversion A321XLR der A320neo teilhaben wird, die Airbus während der Messe präsentierte, steht noch aus, denn die meisten Triebwerksentscheidungen sind noch nicht getroffen.

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